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Auftaktsieg trotz Unterstützung der Ersten

Ein griffiger Spielbericht benötigt immer auch eine einprägsame Überschrift – egal ob inhaltlich richtig oder nicht. Die Zeitung mit den vier Buchstaben lässt grüßen.

Zum Saisonauftakt schickte Neu-Coach Schwarz eine bunte Mischung aufs Feld: neben vielversprechenden Talenten aus der Ersten standen auch erfahrene Dauerläufer und in Würde gereifte Routiniers bereit zum Aufgalopp. Auf der Gegenseite wartete mit der Zweitvertretung der HSG Calden/Ahnatal kein unbekannter Gegner – jenes Team, das uns in der vergangenen Rückrunde eine schmerzhafte Niederlage zugefügt hatte. Nach den gewohnten Begrüßungsfloskeln hatten die Wagenrungen zunächst die durch den Marathon  gestörte Anreise der Gegner gut zu machen. So sah man sich bereits nach 2 Minuten mit zwei Toren im Hintertreffen. Getreu dem Motto “wer 1:0 führt, der stets verliert” entschloss man sich in Person des Ex-Coaches dazu, nun auch am Spiel teilzunehmen. 

Da man sich auch weiterhin nicht nachsagen lassen wollte, ein schlechter Gastgeber zu sein, einigte sich das Team der Roten darauf, den gegnerischen Torhüter großzügig ins Spiel einzubinden. 25 Würfe und immerhin 11 Treffer später ging es mit einem völlig verdienten Vier-Tore-Rückstand in die Pause.

Zwei Thesen, warum es dazu kam:

  1. Weil die Mannschaft um Coach Schwarz in der vergangenen Saison regelmäßig durch die berüchtigten „Wehlheider 10 Minuten“ am Ende einer Partie ins Straucheln geriet, beschloss man in der Vorbereitung offenbar, diese Tiefschlafphase einfach ins erste Viertel zu verlegen.
  2. Bei der Vergabe der Mannschaftsämter hatte man es versäumt, einen Aufwärmsektwart zu bestimmen. Infolgedessen konnten die von Spielern über 40 eingenommenen Schmerzmittel ihre Wirkung nicht rechtzeitig entfalten. Hier müssen wir uns künftig klar besser aufstellen.

Mit der einstimmigen Marschroute, das Spiel am Ende mit fünf Toren Vorsprung zu gewinnen, starteten die Wagenrungen in Halbzeit zwei. Vielleicht lag es an den nachlassenden Kräften des Gegners (bitte unbedingt festhalten: diese Floskel findet endlich auch mal in einem Bericht der Zwoten Verwendung), vielleicht am eigenen Aufwachen – jedenfalls kam die Mannschaft nun besser ins Rollen. In der 48. Minute ging man erstmals in Führung. Die klare Vorgabe des Trainers konnte jedoch nicht mehr erfüllt werden – Straftraining droht trotz des 29:26-Sieges.

Fazit: Man könnte an dieser Stelle allerlei Sportlerweisheiten bemühen, doch letztlich bleibt festzuhalten: An diesem Sonntag blieben wir unter unseren Möglichkeiten  – sowohl beim Halbmarathon (1:59:08 bzw. 1:59:09) als auch auf der Platte. Immerhin bewiesen wir Moral, drehten die Partie und trafen den Caldener Torhüter deutlich öfter, als es die Caldener bei unseren Keepern vermochten. Damit blieben die zwei Punkte am Ende völlig verdient in Wehlheiden.

Besondere Vorkommnisse: Erstes Wehlheider Saisontor: Christian Wunschinski, 25. Tor: Christian Wunschinski, Erstes Seniorentor: Niklas Stark, Erster im Halmarathon-Vergleich: Maik Opitz

Am Samstag geht es dann weiter gegen die dritte Mannschaft der SHG Hofgeismar/Grebenstein.