Gedanken zur Saison

Liebe Freunde des Handballs,
vor ca. einem Jahr habe ich mich im Namen der Abteilungsleitung mit einem Aufruf an unsere Vereinsmitglieder gewandt.
Dabei habe ich mich im Namen der Abteilung für die Unterstützung in solch schweren Zeiten bedankt und Euch zum Durchhalten aufgerufen. Jetzt, etwa ein Jahr später, habe ich wieder das Bedürfnis einige Zeilen an EUCH zu richten. Vor allem auch, weil wir weiterhin durchhalten MÜSSEN!
Ich möchte aber gar nicht mehr groß darauf eingehen, was uns seit 2,5 Jahren nicht nur unser Hobby, sondern viel mehr das ganze Leben erschwert. Es weiß jeder, was gemeint ist! Und inzwischen bin ich auch müde diesen Begriff zu benutzen.
Viel mehr möchte ich nochmal darauf eingehen, was die gesamte Situation mit uns als Verein bzw. als Abteilungsleitung macht.
Klar haben wir inzwischen gelernt uns mit Vielem zu arrangieren. Es bleibt uns auch nichts anderes übrig, wenn wir wenigstens einen Bruchteil der Dinge machen wollen, die vor drei Jahren noch selbstverständlich waren. Wo aber vor der Pandemie noch die unbeschwerte Freude am Sport im Mittelpunkt stand ist die Zeit jetzt vor allem von vielen schwierigen Entscheidungen geprägt. Bei diesen Entscheidungen stehen wir immer im Spannungsfeld zwischen Mitgliedern, dem Verein als solches, dem Spielbetrieb und vor allem der öffentlichen Verantwortung. Im Gegensatz zu anderen Institutionen haben wir uns in der Abteilungsleitung immer dazu entschieden unserer Verantwortung den Mitgliedern gegenüber gerecht zu werden.
Dies bedeutet zunächst, dass das wir auch Entscheidungen treffen müssen, welche bei manchem Mitglied für Verwunderung sorgen.
Ob dabei jegliche Entscheidung zum entsprechenden Zeitpunkt richtig ist, möchte und kann ich auch nicht bewerten. Dazu mag und darf jeder seine eigene Meinung haben.
Ihr könnt Euch allerdings sicher sein, dass wir auch hier die Verantwortung ernst nehmen und Entscheidungen, die wir getroffen haben mit etwas Abstand nochmal bewerten. Alles im Interesse unseres Hobbys.
Eins haben uns die vergangenen Monate aber auch gezeigt. Wir betreiben einen Mannschaftssport. Und im Grunde hat jeder seinen Teil im Team dazu beigetragen, dass wir trotz aller Begleitumstände unserem Sport weiter nachgehen können. Ob das die Abteilungsleitung, Sportler, Spielereltern, Zeitnehmer und Sekretäre, Schiedsrichter, Trainer und Betreuer oder auch die gegnerischen Vereine sind, alle haben sich, wie es sich in einem Team gehört, so eingebracht, wie es ihnen möglich war.
Und genau das macht mir Hoffnung in Zeiten von so hohen Inzidenzen.
Neben all den Alltagssorgen, all den negativen Nachrichten ist die Solidarität in der „Handballfamilie“ nahezu ungebrochen. Nicht nur die Abteilungsleitung ist mit schwierigen Entscheidungen konfrontiert. Ihr alle seid es auch. Und so sehr wir uns die alten Zeiten zurückwünschen, müssen wir alle auch das Positive aus der aktuellen Situation ziehen.
Für mich ist es eben die Solidarität, die ich seit Beginn der Pandemie feststelle. Vielleicht ist es für Euch etwas anderes.
Wenn wir aber nicht immer nur das Negative suchen, finden wir auch das Positive.
Wir alle durchleben die Situation ein stückweit gemeinsam. Gemeinsam ist man im Teamsport stark!
Und genau das werden wir so beibehalten bis wieder Normalität einkehrt.
Für Eure Unterstützung möchten wir uns bei Euch allen bedanken! Allen Sportlern, die an diesem und den nächsten Wochenenden die Fahnen des Handballs hochalten wünschen wir viel Glück, vor allem aber, dass sie alle auch weiter gesund bleiben.
Für die Abteilungsleitung
Kathrin Wunschinski
Jugendwartin